Die Erlaubnis gilt für folgenden Flussabschnitt: Rechtes Ufer von km 639,27 bis km 857,70, linkes Ufer von km 642,23 bis km 862,90. Alle Nebengewässer sind von dieser Erlaubnis ausgeschlossen. Für den Rhein in Rheinland-Pfalz braucht man eine andere Fischereierlaubnis. Prinzipiell darf am Rhein in NRW mit einer Flugangel oder einer Spinnangel oder zwei Handangeln mit je einem Haken gefischt werden. Das Verwenden von Fahrzeugen beim Fischfang ist verboten. Außerdem darf nicht mit lebendem Köderfisch geangelt werden. Setzkescher sind untersagt.

Lachs und Meerforelle sind ganzjährig geschont. Fänge müssen der Geschäftsstelle der Rheinfischereigenossenschaft (Petrusstraße 20, 53639 Königswinter) gemeldet werden.
Fangbegrenzungen: Aal, Zander, Hecht, Karpfen, Bach- bzw. Regenbogenforelle: höchstens 3 Stück pro Art und Tag. Mindestmaße, Schonzeiten sowie besondere Verbotszonen sind dem Erlaubnisschein zu entnehmen. Der Rhein zeigt eine abwechslungsreiche Ufer- und Flussbettstruktur. Er beherbergt so gut wie alle bekannten Angelfische.

Tipps:
Die zahlreichen Buhnen bieten viele Möglichkeiten. Da das Wasser hier weniger in Bewegung ist, kann man sich Futterplätze für das Karpfenangeln anlegen. Profis wissen die Kampfkraft der starken Schuppen- und Spiegelkarpfen des Rheines zu schätzen. In den Steinschüttungen verstecken sich auch die Aale gerne, die in der Dämmerung gerne auf Made, toten Köderfisch und Würmer beißen. Leider ist der europäische Aal mittlerweile sehr gefährdet. Den Rückgang des Bestandes merkt man auch am Rhein.

Im Buhnenbereich lassen sich Brassen, Rotaugen und weitere Weißfische gut mit der Pose über dem mit Sand vermischten Futter befischen. Auch mit der Feederrute mit Futterkorb gelangt man hier zum Erfolg. In den letzten Jahren ist der Bestand an Weißfischen wegen der verbesserten Wasserqualität des Rheines allerdings zurückgegangen.

Die starke Strömung ist der Lebensraum der Barbe. Mit einer Grundrute mit genügend Wurfgewicht und einem Blei, das der Strömung standhält, kann man die Standplätze der starken Kämpfer erreichen. Gerne nehmen sie Käse. Eine Heavy-Feederrute erleichtert dank der dünnen Spitze das Erkennen des manchmal erstaunlich vorsichtigen Bisses. Sofort anschlagen! Und ab geht der Drill, wenn sich die Bartelträger mit ihrem ganzen Gewicht in die Strömung legen.

Der Zander wird im Rhein häufig erst in der Dämmerung aktiv. Viele fangen ihn auch erst nachts. Die Wahl der Farbe und der Art der Kunstköder hängt von der Vorliebe der Angler ab. Auch der in der Strömung treibende tote Köderfisch kann Erfolg bringen. Auf Zander und Barsche lohnt ein Versuch an Anlegestellen der Fähren (z.B. Königswinter, Niederdollendorf), Bootsanlegern, Spundwänden und beidseitig am Buhnenkopf. Hier kann es auch mit Hechten klappen. Nachts kommt der Stachelritter zum Rauben erstaunlich nah ans Ufer.

Die Zahl der Welse im Rhein steigt. Trotzdem bleibt der Fischfang auf unsere größten Räuber im Rhein schwierig. Wurmbündel und tote Köderfische mit entsprechend großen Haken gelten als Allroundköder. Die Waller halten sich eher in ruhigeren Flussteilen auf und werden in der Regel erst in der Dämmerung und nachts aktiv. Wer auf Welse angelt, muss unbedingt geeignete Ruten, Rollen und Schnüre verwenden.

In den letzten Jahren hat der stark angestiegene Bestand der Wollhandkrabbe vielen Anglern den Spaß am Fischen im Rhein genommen. Gierig stürzen sie sich auf Würmer und tote Köderfische und knabbern diese vom Haken. Es gibt Forscher, die den Anstieg der Welspopulation im Rhein mit dem massiven Auftreten der Wollhandkrabben in Verbindung bringen.

Erlaubnisscheine:
Generalschein (gültig für das jeweilige Kalenderjahr): 34 Euro
Ermäßigter Generalschein (Jugendliche unter 18 Jahren, Rentner, Schwerbehinderte):17 Euro
3-Tagesschein: 10 Euro

Ausgabestellen:
Die Scheine erhält man in fast allen Angelgeschäften unserer Region.