Der Altweibersommer hat uns in den letzten Tagen viel Sonne und recht warme Temperaturen beschert. Wer jetzt am Gewässer ist, sieht, dass wir noch guten Insektenschlupf haben. Das beflügelt auch die Bachforellen vor dem anstehenden Winter und dem anstrengenden Laichgeschäft, noch einmal reichlich Nahrung aufzunehmen.

Schwere Bedingungen

Vielerorts befindet sich allerdings nur recht wenig Wasser in den Flüssen und Bächen. Zusätzlich ist dieses ziemlich klar. Um so wichtiger ist es jetzt, beim Spinnfischen darauf zu achten, dass die Fische einen nicht sehen. Die auch tagsüber immer tiefer stehende Sonne wirft unseren Schatten im Herbst weit auf das Gewässer. Auch das gilt es zu bedenken. Also lieber Abstand halten und versuchen, den Fisch von etwas größerer Distanz anzuwerfen.

So langsam fällt auch das Laub von den Bäumen, was dem Spinnfischer hinderlich werden kann. Immer wieder wird es passieren, dass sich ein Blatt im Drilling des Spinners oder Blinkers verfängt. Hier hilft es nur, geduldig zu bleiben. Bei geringen Wassermengen sollte man sich jetzt auf die tieferen Rinnen oder Pools konzentrieren. Ansonsten empfiehlt es sich, auf Spinner kleinerer Größen zurückzugreifen, da diese auch im flachen Wasser nicht am Grund hängen bleiben.

Abenddämmerung

Ich setze den Schwerpunkt der Fischerei auf Bachforellen in diesen Tagen in den späten Nachmittag und die Abendstunden. Wenn es dunkel wird, kommen auch die größeren Exemplare aus ihren Einständen raus und trauen sich ins klare Wasser. Morgens kommen die Fische, wahrscheinlich wegen der tiefen Temperaturen, meiner Erfahrung nach eher schleppend in Beißlaune. Aber das kann von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich sein.

Nach dem Regen

Besonders lohnenswert wird die Angelei auf Bachforelle, wenn nach der langen, warmen und trockenen Phase der erste Regen kommt. Der Boden und die Gewässerränder sind jetzt recht trocken, so dass bei Regen viel Nahrung in Form von Würmern, Käfern und Ähnlichem in die Flüsse gespült werden wird. Zusätzlich steigt das Wasser an und färbt sich trüber. Dadurch fühlen sich die Fische sicherer und rauben nach angespülten Leckerbissen. Perfekte Bedingungen, um kurz vor Saisonende noch einmal eine Bachforelle zu fangen - auch wenn man dabei vieleicht durch den Regen nass wird.