Zurecht genießen zur Zeit zahlreiche Angelfische eine Schonzeit. Sie sollen sich ungestört fortpflanzen. Schließlich sichert die Paarung den Bestand kommender Generationen der Art - und davon profitieren auch wir Angler.

Alter und Geschlechtsmerkmale

In der Regel werden bei unseren meisten heimischen Fischarten die Milchner im 2. Lebensjahr und die Rogner im 3. Lebensjahr geschlechtsreif. Häufig ist es so, dass die Weibchen größer sind als die Männchen. Dafür ändern einige Männchen während der Laichziet ihr Aussehen. Die Lachse entwickeln den berühmten Laichhaken am Unterkiefer. Die männlichen Äschen zeigen eine verlängerte Rückenflosse, die man Fahne nennt.

Eiablage und Befruchtung

Die Befruchtung läuft bei unseren Fischarten im Süßwasser außerhalb des Fischkörpers ab. Der Rogner stößt die Eier aus, die vom meist oberhalb des Rogners schwimmenden Milchner durch Absonderung der Spermien (Milch) befruchtet werden.

Wer laicht wann wo?

Generell unterscheiden wir zwischen Herbst- und Winterlaichern, Frühjahrslaichern und Sommerlaichern.
Zu ersteren zählen Salmoniden wie Bach- und Regenbogenforelle, die ihr Laichgeschäft nun längst abgeschlossen haben. Sie gelten wie die Lachse und die Äschen als Kieslaicher. Da die Entwicklung der Eier bis zum Schlupftermin von der Wassertemperatur abhängt, benötigen diese Arten länger.
Die Entwicklung der Fischlarven dauert beispielsweise bei Forellen in der freien Natur 3 Monate.

Zu den Frühjahrslaichern gehören unter anderem Hecht, Flussbarsch, Nase, Rotauge und Zander. Oftmals lassen sich gerade Hechte im März bei Sonne im nahen Uferbereich zu zweit blicken. Sie gelten ebenso wie Flussbarsche und Zander als Krautlaicher, legen also die Eier in seichteren, krautigen Ufergebieten der Gewässer ab. Typisch für den Flussbarsch sind dabei die originellen Laichschnüre. Der Zander klebt seine Eier an feines Wurzelwerk. Man spricht deshalb auch von einem Zandernest. Das Gelege wird vom Männchen bewacht.

Gefahr für die Eier

Während der Entwicklung ist der Fischlaich verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Neben ungünstigen Temperaturverhältnissen und schlechten Sauerstoffverhältnissen sind die Eier auch durch Sedimentation und Laichräuber gefährdet.