Viele Angler werden sich ärgern, wenn sie einen langen umgekippten Baum im Angelgewässer vorfinden. Denn er erschwert das Angeln. Groß ist die Gefahr, dass der Spinner oder die Friedfischmontage an Ästen ober- und unterhalb der Wasseroberfläche hängen bleiben. Um Platz zu schaffen, wird das fürs Biotop wertvolle Totholz kurzerhand entfernt.

Dabei bieten in Stille Gewässer gefallene oder im Fluss angeschwemmte Bäume und schwere Äste zahlreiche Vorteile. In Flüssen verändern sie die Strömung und schaffen dadurch neue Standplätze und Unterstände für viele Fischarten. Außerdem bieten sie Jungfischen Schutz vor Prädatoren aus der Luft wie Kormoran oder Fischreiher. Zusätzlich ist der Bereich um das Totholz ein idealer Lebensraum für Fischnährtiere, was das Futterangebot für unsere Angelfische verbessert. Viele unserer Fischarten nutzen solche Bereiche für ihr Laichgeschäft. Auch für viele Amphibien bedeutet Totholz eine Verbesserung des Lebensraumes.

Letztendlich profitiert der Angler also vom Totholz, obwohl es die Ausübung der Fischerei streckenweise erschwert. Ein guter Grund dafür, umgefallene Bäume im Wasser zu belassen.