Ranzzeit heißt Aktivitätszeit. Auf der Suche nach Fähen legen die Rüden weite Strecken zurück und kreisen teilweise auch weit über ihre eigentlichen Reviere hinaus. Dabei gilt es nicht nur Paarungspartner zu finden, sondern auch Konkurrenten zu bezwingen.

Hochsitze oder Erdsitz in Baunähe versprechen jetzt Anblick und Beute. Denn hier stecken Rüden und Fähen nun oft. Weiterhin sind neben den klassischen Pässen vor allem Wiesen und abgeerntete Felder Top-Jagdplätze, da sich die weit schürenden Füchse hier auch auf große Distanz ausmachen lassen.

Oft hört man schon von Weiten das Bellen, welches vom regem Fortpflanzungsbetrieb und gesteigertem Bemühen bei der Partnersuche zeugt. Das berühmte Keckern gilt als Zeichen höchster Erregung der Tiere.

Die im Zeitalter des Sauenbooms von vielen Jägern fast ausrangierten kombinierten Waffen werden während der Ranzzeit von vielen Waidmännern wieder gerne reaktiviert. Bockbüchsflinten, Drillinge und besonders die Bockdrillinge mit ihrem kelinkalibrigen, seitlich liegenden Kugellauf erlauben sowohl den Balgschonenden Schrotschuss auf kurze sowie den Kugelschuss auf weitere Distanzen.

Die Hochhitze der Fähe dauert ca. 2-3 Tage. Während der Begattung hängen Rüde und Fähe nach Hundeart. Die Fähe geht ca. 50 bis 55 Tage dick und wölft im März bis April.