Die rheinland-pfälzische Forstministerin Ulrike Höfken hat anlässlich des Bundeskommunalwaldkongresses am 13. September in Montabaur-Elgendorf/ Westerwald die Verantwortung der Waldbesitzenden für Klimaschutz, den Erhalt der Biodiversität sowie die Entwicklung der ländlichen Räume betont. „Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen sind die Kommunen unsere wichtigsten Partner. In Rheinland-Pfalz besitzen sie die größten Waldanteile und sind in der Lage, die Menschen vor Ort zu überzeugen“, sagte Höfken.

Sie appellierte an die versammelten Waldbesitzer, ihren Beitrag zu leisten aber auch davon zu profitieren. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Ministeriums vom 13.September 2011 hervor. Darin heißt es weiter:
In Rheinland-Pfalz befindet sich fast die Hälfte der Wälder im Besitz von rund 2000 Kommunen. „Klimaveränderungen und Schadstoffemissionen fossiler Stromerzeugung bedrohen unsere Wälder. Deshalb muss die Forstwirtschaft ein besonderes Interesse daran haben, das Klima zu schützen und einen Beitrag zur Energiewende zu leisten“, betonte Forstministerin Höfken.


Ministerin Ulrike Höfken (links) bei einer Exkursion zum Thema Windkraft. Foto: Franz Frößl, MULEWF
Ziel der Landesregierung sei es, die Windkraft im Wald voran zu treiben, zumal die windstärksten Standorte in Rheinland-Pfalz auf den bewaldeten Höhenzügen liegen und damit fernab von Ortslagen. „Wir wollen, dass die Kommunen von dieser Entwicklung auch wirtschaftlich profitieren und setzen deshalb auf Betreibergemeinschaften, interkommunale Windparks und Solidarpakte“, sagte Höfken. Eine Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms werde festlegen, dass künftig mindestens zwei Prozent der Waldfläche des Landes für die Nutzung von Windenergie ausgewiesen werden. Besonders sensible Waldflächen sollen nicht genutzt werden.