Der Frühling ist zwar schön, so schreibt Friedrich von Logau, doch wenn der Herbst nicht wär, wär zwar das Auge satt, der Magen aber leer. Dass Augen und Magen satt sein können, schafft eine Frucht wie keine Zweite: Der Kürbis. Wer dieser Tage aus Bonn in Richtung Süden fährt, wird allenthalben auf sein bauchiges Antlitz treffen. Frisch geerntet liegt er dann vor Hofläden oder direkt vor den Bauernhöfen, auf deren Feldern er angebaut wird.

Ursprünglich nur in den USA zuhause, hat es die krautige Pflanze heute in die ganze Welt geschafft. Vorausgesetzt, das Klima stimmt. Zwar reichen seine Standorte von heißen trockenen Gebieten bis zu kühlen Wäldern. Allen Arten gemein ist aber ihre Frostempfindlichkeit und der Wunsch nach viel Sonne in der Wachstumsphase.

Gerade deshalb sieht es mit den Kürbissen in diesem Jahr in unseren Breiten nicht gerade dolle aus. Zu viel Sonne im Frühjahr und ein verregneter Sommer haben Cucurbita, so sein lateinischer Name, zugesetzt. Auf dem Sommersberger Hof in Arzdorf gibt es trotzdem Kürbisse in jeder Form, Farbe und Größe. Hier entdecken wir kleine Exemplare für´s Fensterbrett oder große Früchte für die Küche.


Kürbisfeld vor der Ernte. Foto: Brian Creswick
Aus dem Kürbisfleisch läßt sich in der Küche wahrlich Vortreffliches zaubern. Von der bekannten Kürbissuppe über Brot bis hin zu Marmeladen ist alles möglich. Denn Kürbis ist reich an zahlreichen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen, hat einen Wasseranteil von etwa 90 % und sein Fleisch ist absolut fettfrei. Das Beste aber ist: Er verliert keinen seiner wertvollen Inhaltsstoffe während der Lagerung, die optimal bei 10-15 °C geschieht.

Wenn er nicht gleich als Lampe vor die Haustüre gestellt wird. Denn die richtig dicken Dinger, die sogenannten "Pumpkins", sollen ausgehölt, mit eingeschnittenen Fratzen und einer Kerze im Bauch an Halloween böse Geister abschrecken. Dabei wäre Brauch, der seit den 90ern auch bei uns gelebt wird und seinen Ursprung in den USA hatte, fast auf eine beleuchtete Rübe hinausgelaufen. Doch da in den USA nur Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus. Wir finden´s gut und erfreuen Auge und Magen dieser Tage an der besonderen Frucht.

Höfe mit eigenem Kürbisanbau in unserer Region sind zum Beispiel:

Sommersberger Hof
53343 Wachtberg