Gebaut wurde die Talsperre 1934, um die Euskirchener Tuchindustrie mit Wasser zu versorgen. Heutzutage ist sie nicht nur eine wertvolle Trinkwasserquelle für die Region, sondern auch ein beliebtes Naherholungsgebiet. Schauen Sie bitte auf dem Weg zur Steinbachtalsperre am Ortsrand von Kirchheim ganz genau hin: Denn hinter einem kleinen Wiesenhügel verbergen sich „laufende“ Höcker - und wirft man einen Blick über den Zaun, sieht man tatsächlich - hier leben die zwei Kamele Katja und Tanja. Nach dieser exotischen Attraktion geht es aber weiter zum eigentlichen Ausflugsziel: Der Steinbachtalsperre.

Der Parkplatz ist nur ein paar Schritte von der Talsperre entfernt. Direkt neben dem See befindet sich ein Naturfreibad, wo Sie ganz ohne Chlor im Wasser planschen können. Ein Besuch ist das Schwimmbad mit Kleinkinder-, Nichtschwimmer-, und Schwimmerbecken alle Mal Wert: Neben einer Liegewiese, einem Fünfmetersprungturm und einem Wassertrampolin, verfügt das Bad über ein denkmalgeschütztes Umkleidegebäude aus der Vorkriegszeit. Dort können Sie ungestört in die Badesachen schlüpfen, bevor Sie in das 7500 Quadratmeter große Schwimmerbecken eintauchen. Immerhin ist es das größte künstlich angelegte Naturwasserbecken der Eifel. Wenn es aber nicht allzu heiß ist, erfrischt auch schon der Spaziergang rund um den See, denn das Wasser behalten Sie stets vor Augen.

Auf der Wanderung können Sie zudem noch einiges lernen: In regelmäßigen Abständen sind Schautafeln aufgestellt, die erklären, welche Pflanzen und Tiere im und um den See leben. Der Weg entlang des Sees führt nämlich durch dichte Waldgebiete, vorbei an den ver-schiedensten Baumarten, wie Eiche, Buche oder Kastanie. Und manchmal begegnen einem sogar ein paar Lebewesen während des Spaziergangs: Kleine Frösche hüpfen hier besonders gern mitten auf dem Fußgängerweg. Sie können also die Natur in vollen Zügen erleben und genießen...

Ungefähr auf der Hälfte der Route geht es über eine Brücke zur Staumauer der Steinbachtalsperre. Lässt man hier seine Blicke über den gesamten See schweifen, wird man sich allmählich der Größe des Gewässers bewusst: Es ist bis zu 17 Metern tief und die Wasserfläche beträgt rund 14,6 Hektar, vergleichbar mit der Fläche von 240 Fußballplätzen. Die Talsperre stellt für die Region insgesamt 1,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser zur Verfügung; das Wasser wird durch den Zufluss zweimal im Jahr ausgetauscht.

Nachdem Sie auf der Brücke eine kleine Pause eingelegt und den See in seiner gesamten Pracht erkundet haben, spazieren Sie nun am Westufer weiter zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Bevor Sie aber wieder zurück zum Parkplatz gehen, ist der Besuch des Waldgasthauses Steinbach mit seinem Biergarten ratsam, wo es selbstgebrautes Bier, selbstgebackenen Kuchen und bis 21:30 Uhr auch Speisen aus der regionalen gutbürgerliche Küche gibt.

Auch wenn Baden und Wassersport im Bereich der Talsperre verboten ist, darf man hier allerdings Angeln: Hin und wieder trifft man den ein oder anderen Angler, dem man beim Fischen über die Schulter gucken kann. Und damit auch die Kleinen nicht zu kurz kommen, befindet sich hundert Meter vor dem Ziel ein großer Kinderspielplatz mit Schaukeln, Rutschen, und Trampolinen. An Freizeitmöglichkeiten fehlt es an der Steinbachtalsperre also nicht.